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Alpina C2 2.7 Mk I // N° 023 von 110 gebauten Exemplaren // 57.000 km

Wir erinnern uns bestens.

Ein 6-Zylinder 3er- BMW der Baureihe E30 war in den 80er Jahren in praktisch allen Belangen das Maß der Dinge.

Gebaut für den aktiven Automobilisten, wurde er mehrfach und über die Jahre von allen Fachzeitschriften allein, oder mit allen weiteren Konkurrenten am Markt getestet und verglichen – immer mit dem durchschlagenden Ergebnis des Testsiegers, wenn es um die „Freude am Fahren“ ging.

Insbesondere der damals stärkste Motor – 325i – zauberte den Testern regelmäßig das zufriedene Grinsen ins Gesicht. Sein unverwechselbarer Klang, sein seidenweicher Lauf, das vibrationsfreie, turbinenartige Drehvermögen, und all das beliebig oft abrufbar vom ergonomisch perfekt auf den Fahrer abgestimmten Arbeitsplatz rief mindestens zufriedenes Zungenschnalzen hervor.

In Verbindung mit seiner direkten Lenkung und dem straffen Serien-Fahrwerk festigte der 3er seinen vom Vorgänger  02er übernommenen Ruf des agilen Kurvenräubers und wurde im Laufe seiner Produktionsjahre zum Inbegriff, ja Maßstab für sportliches Fahren in der Mittelklasse.

„Aus Freude am Fahren“ eben.

Am 3er bissen sich die Konkurrenten die Zähne aus, und zahlreiche Tuner nahmen sich den 3er als Basis vor, um seine sportlichen Eigenschaften noch klarer herauszuarbeiten. Den meisten gelang das auch mehr oder weniger gut, wenn man als Käufer dieser „scharfen“ Versionen bereit war, neben dem meist erheblichen Mehrbetrag auch Kompromissbereitschaft bei Komfort, Laufruhe, Verbrauch und dergleichen mitzubringen.

Mit einer Ausnahme. Alpina.

Was Burkhard Bovensiepen mit seiner Mannschaft in Buchloe seit den späten 60ern aus seinen Werkstätten ließ, war die hohe Kunst, wohlbedachte, handverlesene Bausteine in Manufaktur-Charakter zu einem Ganzen zu verbinden, das am Ende den Namen Alpina mit den inzwischen kultgewordenen Namen B3, B6, B9, C2, B7, B9, B10 und viele weitere Kürzel tragen durfte.

Der Vergleich zur Gastronomie drängt sich auf, werter Leser.

2 unterschiedlich begabte Köche können einem hungernden Gast mit den gleichen Zutaten durch Können und die Wahl der Zubereitung, der Gewürze und schließlich der Präsentation den Abend versauen, oder unvergesslich schön machen.

Bovensiepen ist der Sternekoch für automobile Gourmets. Seine Rezepturen haben mit den Basisfahrzeugen von BMW – für sich betrachtet schon Weltspitze – nur noch das grundsätzliche Konzept gemein. Alpina schaffte es bisher noch immer, alle an sich schon bemerkenswert guten Eigenschaften eines BMW nochmals deutlich herauszustellen und zu schärfen, ohne dabei von seinen Kunden Kompromisse einzufordern.

Zum Zeitpunkt des von uns vorgestellten ALPINA C2 2.7 stellte man in Buchloe geschätzt zwischen 300 und 400 Fahrzeuge jährlich her. In hektikfreien Räumen entstanden in Manufaktur-Charakter automobile Kunstwerke, die für den oberflächlichen Betrachter aussahen wie aufgemotzte 3er. Für den Kenner jedoch hatten diese Sportwagen reinsten Wassers weit mehr zu bieten, als ihr typisches Alpina-Dekor und die inzwischen klassischen Alpina-Alufelgen mit einem fast 50-jährigen Design.

Vom C2 2.7 entstanden laut unserer bisherigen Recherche 110 Exemplare (ohne Gewähr, da nur kurz im Netz informiert). Er ist, wie die Buchstaben-Hierarchie vermuten lässt, mit dem „kleinen“ M20-Triebwerk ausgestattet, das sich im Gegensatz zum M30-Antrieb im B6 vor allem durch seine scheinbar unbändige Drehzahllust und seine frappierenden Fahrleistungen auszeichnet. Die Fahrwerte sind beim C2 geringfügig besser, als beim B6 2.8, der dafür „erwachsener“ wirkt und ein in allen Lagen niedrigeres Drehzahlniveau benötigt, als der sportlichere C2.

Aber wollen wir alle das nicht eher spritziger? Besonders dann, wenn dieser begnadete Antrieb des C2 regelrecht danach lächzt?

Die salomonische Antwort des Schreiberlings lautet in diesem Fall: ich bevorzuge beide!

Wieviele davon mit Sport-Automatik-Getriebe gebaut wurden, ist uns unbekannt. Wir tippen aber auf eine einstellige Zahl. (An dieser Stelle sollte der geneigte Leser dieser Zeilen erfahren, daß man bei Alpina nicht nur den Motor, sondern die gesamte Antriebseinheit inkl. dem Getriebe überarbeitete mit strafferen Wandlern, präziser zur Motorcharakteristik angepassten Schaltpunkten und schließlich mit Vorwählmöglichkeit der einzelnen Modis (Economy, Sport, manuell).

Um nicht abzuschweifen – ohne nun den gesamten Weltmarkt an angebotenen C2 2.7 zu kennen, behaupten wir selbstbewusst, daß Sie wahrscheinlich weltweit keinen besser konditionierten Alpina C2 in unrestauriertem Original-Zustand finden werden. Dies fällt umso leichter, da es kaum verfügbare Exemplare am Markt gibt…

Das Fahrzeug ist bis auf die Deckfläche der Motorhaube komplett im ersten Lack, der Unterboden, die Radkästen und der Motorraum entsprechen dem Zustand eines gepflegten Jahreswagens. Der Innenraum ist vollständig der erste und unverschlissen in jeglicher Hinsicht.

Der technische Zustand ist der Laufleistung entsprechend hervorragend und wirkt in allen Belangen unverbraucht frisch. Die Ausstattung läßt darüber hinaus keine Wünsche offen: Über das Automatik-Getriebe hinaus bietet der C2 ein Schiebedach, eine Klimaanlage, und natürlich die komplette Alpina-Sonderausstattung bis hin zur Fußstütze links und dem typischen Dekor. Sogar die Option der hinteren Ausstellfenster wurde bei diesem frühen Chrommodell gewählt.

Wer diese Traumautos der 80er-Jahre damals als solche bewußt wahrnahm und im Besitz des Führerscheins war, ist heute, wie diese Autos eben, um über 3 Jahrzehnte mit ihnen gereift. Worauf wir hinauswollen? Ertappen Sie sich als 50, 60-jähriger, aber dennoch von ganzem Herzen aktiver Automobilist mit frisch gebliebenem Faible für tolle Autos nicht auch hin und wieder dabei, sich mal ne Automatik gönnen zu wollen? Falls Sie nicht schon längst eine haben….

Sollten Sie also damit Ihren Frieden geschlossen haben, empfehlen wir Ihnen dringend eine Terminvereinbarung in unserem Haus zur Besichtigung des beschriebenen Alpina C2.

Sie sollten „ihn“ vor allem hören, wenn er unter Last ab mittleren Drehzahlen zur bestmöglichen Beschleunigung aufgefordert wird.

Sollten Sie ein ganz Hartnäckiger sein, werden Sie spätestens bei 5000 U/min Ihre Kaufzusage treffen.

Wetten?

Der Verfasser dieser Zeilen wurde bereits bei 3800 U/min schwach….und hörig.

Im besten Wortsinn, bitte!

Bis bald also an alle Vollblut-Autler!

Ihr DLS – Team

 

 

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