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Mercedes Benz 280 SE 3.5 // V8 // “weiße Sau”

Dieser besondere Kraftwagen will sich hier nur kurz vorstellen, bevor wir ihn direkt auf uns zulassen.

Ihn zu beschreiben, würde uns in tagelange Arbeit stürzen, daher beschränken wir uns auf die wesentlichen Eckdaten:

Basisfahrzeug: Aus Portugal stammender 280 SE 3.5 V8. An dem Fahrzeug wurde bisher noch kein Karosserieteil nachlackiert oder ausgetauscht. Er befand – und befindet – sich in vollkommen originalem Bestzustand/Erstlack, rostfrei, ungeschweißt.

Der samtige Alu-V8-Motor wurde erheblich leistungsgesteigert durch klassische Maßnahmen wie Nockenwellen, Edelstahl-Fächerkrümmer aus Edelstahl in 2-flutige Edelstahlanlage mündend (allein dieses Gebilde ist ein handgefertigtes Kunstwerk für Augen UND Ohren), frei programmierbare, modifizierte Einspritzanlage und einige weitere Arbeiten der AMG-Performance Center- Leute in Augsburg. Das Fahrwerk wurde durch straffere Stabis, BILSTEIN-Dämpfer und Höherlegung dem Anspruch eines funktionellen, historischen Rallye-Fahrzeuges mit ernsthaftem Anspruch auf vordere Plätze angepasst. Das GETRAG – 5-Gang-Getriebe mit perfekter Übersetzung wurde an die neue Umgebung i.V. m. gekürzter, gewuchteter Kardanwelle gegen das originale, noch vorhandene 4-Gang-Schaltgetriebe ausgetauscht.

Hinsichtlich des Piloten-Komforts wurde auf eine perfekte Sitzposition durch 2 RECARO – SLS-Sitze mit zeitgenössischem Leder/Stoff Karo-Bezug (wie die ehemaligen Prototypen der 50er u. 60er – Jahre) Wert gelegt, in denen man auch Langstrecken-Etappen mühelos übersteht. Ebenso wurde der große Tank des 6.3 liter SEL installiert, um sorgenfreie 600-800 km ohne Unterbrechung weit zu fahren. Die werkseitige, komplett revidierte und neu befüllte  Klimaanlage sorgt sowohl für den kühlen Kopf der Piloten als auch für den gekühlten Getränke-Vorrat, der kurvenfest steht in dafür vorgesehenen Flaschenhaltern der Box. Diese Multi-Box steht in Griffweite an Stelle der Rücksitz-Bank. Darin findet man auch das umfangreiche Bordwerkzeug, Ersatz-Keilriemen, Wischer-Blätter bis hin zur koffeinhaltigen Schok-A-Kola Zartbitter-Box für die Fitness bei langen Nachtetappen. 6-Punkt-Gurte runden den Wohlfühl-Effekt perfekt ab. Die Reifengröße wuchs auf die einerseits erschwingliche, andererseits aber im Vergleich zur Serienbereifung deutlich effektivere Breite von 205/65 R15 V, die knapp für die erzielbare Vmax reichen sollte.

Die Servo-Lenkung wurde erneuert in Verbindung mit allen relevanten Achslagern, Streben, Stabis und Lenker der Vorder- und Hinterachse.

Die Beleuchtungs-Einrichtung an der Front und Heck ist für den Ernstfall gerüstet: In Summe liefern 600 Watt gleißende Helligkeit in jede noch so dunkle Nacht-Etappe, die durch entsprechende Bestückung und Einstellung sowohl bündelndes, als auch breit fächerndes Licht auf die Straße liefert.

Die Meß-Einrichtungen der Wegstrecken-Zählwerke sind sowohl auf Getriebe, als auch auf Reifen-Umdrehung eingerichtet, um sich auch gegenseitig zu überwachen (Stichwort: Schlupf/Drehzahldifferenz zw. Vorder-und Hinterachse). Ein drittes Zählwerk mit unbestechlich genauer GPS-Messung ist installiert, um wiederum die beiden mechanischen Laufwerke zu überprüfen, aber darüber hinaus auch die echte Geschwindigkeit und Durchschnitts-Geschwindigkeit anzuzeigen.

Unzählige weitere Vorrichtungen von Ösen für die Sandsäcke, Kanister, Ersatz-Räder usw. bis hin zum fest installierten hydraulischen Wagenheber zeigen eine klare Handschrift – nichts wurde beim Aufbau dem Zufall überlassen. Jedes Detail ist bis ins Kleinste durchdacht und so funktionell integriert, daß man unweigerlich die Größe des Fahrzeugs selbst plötzlich selbsterklärend begreift: diese Dimensionen sind nötig, um eben alle genannten Einrichtungen so zu integrieren, daß sie trotz ständiger Benutzung immer wieder automatisch ihren vorgesehenen Platz einnehmen, ohne dabei Unordnung und damit vorprogrammiertes Chaos im Innenraum zu schaffen.

Trotz all dieser Modifikationen – Am Ende jedoch ist und bleibt es immer noch ein “Benz”.

Dieses wohltuende Gefühl vermittelt keine uns bekannte, weitere Limousine aus dieser Zeit. Reinsetzen, losfahren, 1000 km später mit der Frage “war´s das?” aussteigen. Das geht im Benz. Und unserer Meinung nach nur in einem “Benz”.

Daher denken wir nach Erwerb dieses einmaligen Kraftpakets längst über Rallyes wie die “LeJog” nach, die wir vielleicht sogar noch dieses Jahr schaffen! Wenn nicht, dann nächstes Jahr….mit diesem “Fahr-Werkzeug” lernt man Souveränität in vielen Dingen. 😉

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals herzlichst für die Wahl des Vorbesitzers, uns als Nachfolger seines Rallye-Wagens auszusuchen. Wir wissen das zu schätzen und werden damit um die Plätze fahren, die dem Wagen gerecht werden – vorn! Wenn wir scheitern sollten, liegt es jedenfalls nicht am Auto!

Lieber Leser, der Wagen wird hier nur aus Stolz und Freude daran präsentiert.

Wir bieten ihn nicht an!

Wir zählen auf Ihr Verständnis!

Beste Grüße

Ihr DLS – Team

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