Print Exposé

Renault R5 turbo 1 // N° 0316

Die Staubschicht ist ca. 21 Jahre alt und echt! …seit 1994 wurde dieses Schmuckstück in der Garage aufbewahrt. Nur ab und an wurde das Fzg. für eine Bewegungsfahrt ausgeführt, was offenbar sein großes Glück war! Bremsen sind frei, Motor springt sofort an, die Reifen sind nicht achteckig…Grund genug, sich diesem Auto sehr gründlich zu widmen, oder?

Ein paar Wochen Detailarbeit liegt vor uns. Es lohnt sich, denn es geht um nicht weniger, als einen extrem gut erhaltenen Homologations-Kraftwagen der 1., limitierten Serie. Sein großes Glück war ein offenbar nur leicht ambitionierter Hobby-Sportfahrer, der dem Fzg. eine wesentlich effizientere Bremse, ein straffes Fahrwerk, einen perfekt eingearbeiteten Überroll-Käfig und weitere Dinge gönnte, um ihn a) für die geeignete Klasse zu legalisieren, und um b) seine angelegten Gene zu fördern. Ein Rennwagen sollte sich auch als solcher präsentieren, wenn er ab Werk im Grunde seines Herzens einer war. Nur der reine Kommerz zwang ihm eine gewisse Straßentauglichkeit auf, aber wer sich schon mal mit dem “Kleinen”, ganz Großen beschäftigt hat, weiß, wovon wir sprechen.

Vor uns steht eines der wichtigsten, bahnbrechendsten Gruppe B-Fahrzeuge der 80er Jahre.

Nicht mehr und nicht weniger.

Hierzu bedienen wir uns der Erklärungen aus wikipedia, die folgende Daten und Fakten zu diesem Fahrzeug bereitstellt.

Der Renault 5 Turbo war ein Sportwagen von Renault. Er basierte auf dem R5 und wurde im März 1980 vorgestellt.

Das Fahrzeug war mit einem 4-Zylinder-Mittelmotor mit Abgasturbolader ausgestattet. Der Motor war längs vor der Hinterachse eingebaut und trieb die Hinterräder an. Mit einem Hubraum von 1397 cm³ leistete er 118 kW (160 PS). Das maximale Drehmoment von 210 Nm wurde bei 3250 min−1 erreicht. Durch den Mittelmotor war der Renault 5 Turbo im Gegensatz zu den anderen Modellen der Baureihe R5 mit Frontmotor ein zweisitziges Fahrzeug.

Der Renault 5 Turbo stellt eine Sonderform dieser Baureihe dar und ist nicht mit anderen turbomotorgetriebenen Varianten des R5 (Renault 5 Alpine Turbo, Renault 5 GT Turbo) zu verwechseln.

Die Karosserie des Renault 5 Turbo unterschied sich von der des zivilen R5 hauptsächlich durch stark verbreiterte Kotflügel, wobei in die hinteren Kotflügel Luftein- und Auslässe zur Wasser- und Ölkühlung integriert waren. Dadurch betrug die Karosseriebreite 1750 mm gegenüber 1530 mm beim Basismodell. Diese optische Besonderheit bescherte ihm auch den Namen Backenturbo.

Die Fahrleistungen des Renault 5 Turbo lagen zur damaligen Zeit auf dem Niveau von Sportwagen klassischer Bauart. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h betrug 6,9 Sekunden und war somit nur 0,1 Sekunden länger als beim damaligen Porsche 911 SC. Die Höchstgeschwindigkeit jedoch bewegte sich infolge einer der Karosseriebauform und dem Fahrzeugkonzept geschuldeten schlechteren Aerodynamik auf niedrigerem Niveau. Mit 205 km/h übertraf der Renault 5 Turbo zwar das damals schnellste Modell der Kompaktklasse, den VW Golf GTI (81 kW/110 PS, 182 km/h) deutlich.

Der Kaufpreis von anfangs ca. 42.000 DM lag auf dem Niveau des Einstiegsmodells der damaligenMercedes S-Klasse. Das Basismodell des R5 war hingegen bereits für unter 10.000 DM erhältlich.

Der Renault 5 Turbo wurde von Mitte 1980 bis Ende 1982 produziert, danach folgte ihm der Renault 5 Turbo 2, der bis Ende 1985 gebaut wurde.

Als Rallyefahrzeug war der Renault 5 Turbo im Jahr 1981 gemäß FIA-Reglement der Gruppe 4 für die Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft homologiert, zwischen 1982 und 1986 in der Gruppe B Das Fahrzeug gewann drei WM-Läufe: Rallye Monte Carlo 1981, Tour de Corse 1982 und Tour de Corse 1985. Fahrer war in allen drei Fällen Jean Ragnotti – bei den ersten beiden Siegen mit Beifahrer Jean-Marc Andrié, 1985 mit Copilot Pierre Thimonier. Bemerkenswert an den Erfolgen des Renault 5 Turbo als Gesamtsieger bei WM-Läufen ist die Tatsache, dass das Fahrzeug mit einem Hubraum von lediglich 1397 cm³ bei einem Turbofaktor von 1,4 in die Klasse bis 2000 cm³ eingestuft war und somit nicht der hubraumstärksten ausgeschriebenen Klasse angehörte.

Das Konzept, auf einem Kleinwagen oder einem Fahrzeug der Kompaktklasse ein Rallyeauto mit Mittelmotor aufzubauen, erwies sich als wegweisend für diesen Sport in den Achtzigerjahren. Peugeot, Lancia und Rover beschritten diesen Weg ebenfalls. Im Gegensatz zu deren Autos – wie auch zu den mit Frontmotoren bestückten Einsatzfahrzeugen von Audi – fehlte dem Renault 5 Turbo jedoch mit demAllradantrieb das entscheidende technische Merkmal, das die erfolgreichsten Fahrzeuge der Gruppe-B-Ära auszeichnete.

Zwischen 1981 und 1984 bildete der Renault 5 Turbo bzw. Renault 5 Turbo 2 auf der Rundstrecke das Wettbewerbsfahrzeug für einen Markenpokal mit der Bezeichnung Elf Renault 5 Turbo Europacup. Wie der Name andeutet, war die Serie europaweit ausgeschrieben, die Läufe fanden teilweise im Rahmenprogramm der europäischen Formel-1-Grand-Prix jener Jahre statt. Parallel hierzu wurden weiterhin die nationalen Championate des bereits damals traditionsreichen R5-Pokals mit frontgetriebenen Frontmotorfahrzeugen des Typs Renault 5 Alpine Turbo ausgetragen. Der Elf Renault 5 Turbo Europacup erreichte hohe Aufmerksamkeit unter anderem durch gezielt platzierte Gaststarts bekannter Fahrer wie Jan Lammers oder Walter Röhrl. Letzterer absolvierte als amtierender Rallye-Weltmeister die beiden Premierenrennen des Cups im Jahr 1981.

Interessant, zu wissen, denn vor diesem Hintergrund betrachtet wird deutlich, daß der R5 Turbo weit mehr als ein aufgeblasener Kleinwagen war, der zum Spielen für die Big Boys gebaut wurde.

Email request

Subject: Request for "Renault R5 turbo 1 // N° 0316"
Name
Surname
Phone
Email
Message
Send code
Send code
Top