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Ferrari 512 TR Testarossa

Wie definiert man bei einem 26 Jahre alten Ferrari den allgemein gehaltenen Zustandsbegriff „gut“?

Was ist „gut“?

Für den einen mag ein wirklich kompliziertes Automobil mit herrausragenden technischen Besonderheiten schon dann „gut“ sein, wenn er sich aus eigener Kraft aus der Garage bewegt. Für den nächsten Betrachter schon kann das „gut“ des ersten Betrachters genauso auch „miserabel“ bedeuten.

Bei einem Kraftwagen wie dem Ferrari 512 TR – Kult, Legende, Flaggschiff Ferraris, der letzte, gebaute Mittelmotor-Zwölfzylinder-Seriensportwagen der Marke Ferrari und  Design-Ikone zugleich – spielen derart viele, zu beachtende Dinge ineinander, daß es schier unmöglich erscheint, sorglos diesen Qualitäts-Begriff „gut“ auszusprechen, nachdem man so einen 512er mehrfach umrundet hat.

Eine große Hilfe ist zum Beispiel, mehrere dieser Fahrzeuge durch all die vergangenen Jahrzehnte gefahren, gewartet und gepflegt zu haben.
Am besten ab da, als es sie neu zu kaufen gab.
Sollte das Gedächtnis keinerlei Funktionsstörung haben, und sollte der „Gutachter“ keine rosa Brille tragen, sollte „Gut“ im Falle eines Testarossa selten alleine stehen dürfen.
Eher sowas wie „so gut wie möglich“.
Diese 4-rädrigen Primadonnas waren ab Werk Zicken. Nennen wir das Kind beim Namen und beschreiben diesen Typ „Testarossa“ mal unothodoxerweise einfach ehrlich und offen. Es waren und sind Zicken, die – wie richtige Zicken im Leben nunmal so sind – sehr großen Schwankungen und Launen unterliegen. Auch, wenn man sie hätschelt und tätschelt und sie verwöhnt, indem man ihnen regelmäßig neue Zahnriemen spendiert und ihre Inspektionen durchführt (was immer ein großer Akt zu sein scheint, denn wenn man die dazu gehörenden Rechnungen dieser Arbeiten betrachtet, treibt es dem gesundheitlich stabilen Betrachter mindestens den Blutdruck durch die Decke.)

Weil das alle Ferraristi, und darüber hinaus die meisten Automobilisten mit meist angelesenen Allround-Kenntnissen wissen (selbst die meisten Spatzen wissen es und pfeifen es von Ihren Dächern…), werden diese Testarossa zwar ehrfürchtig wahrgenommen bzw. betrachtet/besichtigt, aber sich einen mit allen Konsequenzen in die Garage zu stellen, wagen wirklich Wenige!

Hier bei uns im Betrieb sitzt in Jahrzehnten gesammelte Erfahrung, werter Leser. In Summe sind es über hundert Jahre, die hier Automobilisten mit wachem Auge, offenen Ohren und sensiblen Popometern in zum Teil wirklich beachtlichen Automobilen verbracht haben. Darunter übrigens, wie oben bereits erwähnt, auch schon einige Testarossa- Ferrari. Mit gefestigter Meinung, aber auch einer gewissen Altersmilde gesegnet, verzeiht man dem „Prüfling“ oftmals schon beim darauf zugehen die gröbsten Schnitzer, weil der Mensch nunmal so tickt und Schlimmes im Laufe der Zeit schwindet oder weniger schlimm wird, das Gute aber hängenbleibt und oftmals noch schöner in der Erinnerung scheint, als damals in Echt, live und in Farbe.

So stellen Sie sich den Verfasser dieser Zeilen vor, der mit fundiertem Wissen zur Abholung dieses Testarossa ins badisch-hessische fährt, um den Wagen hoffentlich heil und am Stück auf eigener Achse „nach Hause“ zu tragen. Ein Wetterumschwung hat sich angekündigt, ein Temperatursturz wurde angesagt, und zu allem Übel soll dabei auch noch Niederschlag folgen: bei entsprechender Temperatur auch Schnee…das braucht nun wirklich keiner.
Verständlicherweise also hat er keine Lust auf Zicken und dergleichen, sondern will einfach mal zügig und am Stück nach Hause fahren. Ohne Pause, ohne ADAC und ohne Pannenhilfe. Im Winter will kein Mensch mit nem Testarossa gemeinsam auf einem verwaisten Parkplatz bei Schneetreiben auf den ADAC zu warten…meist geht ja bei ner Panne der Motor nicht zu starten oder so, und selbst wenn er das tut, dann ist ja meistens was anderes, wie zum Beispiel die Temperaturvorwahl der Heizung, die dann trotz eingestellter 30 nur gefühlt 3 ° kalte Luft in den Wagen befördert. Aber dafür kocht dann das Kühlwasser….es ist ja immer irgendwas…

Ab hier sprechen wir also ausschließlich über den hier präsentierten 512 TR, und um die Geschichte mit dem angezeigten 512 nicht zu spannend zu machen – dieser hier präsentierte Testarossa ist „gut“.

Dieses „pauschale“ Urteil ist nach dieser erklärenden Einleitung zu diesem Fahrzeug-Typ die zwar kürzeste, aber dafür treffendste Beschreibung, die so ein Testarossa von ihm bekommen kann.

Und weil oft in der Kürze die Würze liegt, bitten wir Sie einfach, uns zu besuchen. Wenn Sie einen Termin mit uns vereinbaren, umso besser. Dann haben wir etwas Zeit, gemeinsam die zum Fahrzeug gehörenden Ordner zu studieren, mehrfache Kreise um den Wagen zu gehen, ihn auch an den intimen Stellen zu betrachten, und sollte bis dahin das Interesse des Besuchers eher gewachsen sein, auch mal eine ausgiebige Runde mit dem Wagen probezufahren. Danach wissen Sie, wie „gut“ ein wirklich „guter“ Testarossa 512 TR sein kann. Warum das so ist, erklären wir Ihnen bei Ihrem Besuch, werter Leser.

Vorab geben wir Ihnen inzwischen aber die beruhigende Antwort auf die Frage, die Sie noch nicht mal gestellt hatten: Ja, er hat einen neuen Zahnriemen…

Nicht ohne etwas Schmunzeln verraten wir damit schon vorneweg das Geheimnis dieses Ferrari, der sich so wohltuend von seinen Artgenossen unterscheidet. Dazu gehören 2 Personen. Eine, die den absoluten Willen und die Mittel dazu hat, einen Ferrari Testarossa „gut“ zu machen. Also so „gut“, wie er ab Werk nie war. Weil zum Beispiel niemals eine Servolenkung ab Werk zu haben war. In diesen Testarossa wurde neben vielen weiteren Arbeiten eine elektrische Servolenkung „auf den Punkt“ nachgerüstet. Das Ergebnis läßt sich auf ein paar Kilometern damit erfahren und Sie ahnen es bereits? Dieser Testarossa fährt sich um Klassen besser, als jedes Modell ohne Lenkhilfe. (Damit sind praktisch alle außer diesem hier gemeint). Das ist aber beileibe nicht alles, was diesen Ferrari anders macht. Oder „gut“, um beim Thema weiter oben zu bleiben. Ein überholtes Getriebe zum Beispiel kann – wenn alle positiven Kräfte zusammenwirken und die richtigen Leute mit dem nötigen Wissen ihren Auftrag so verstehen, wie er gemeint ist, zu einem der am wunderbarsten zu schaltenden manuellen Getriebe werden, die jemals durch diese historischen Schaltgassen aus poliertem Aluminium bedient werden durften.

2. Gang kratzt oder läßt sich in kaltem Zustand nicht einlegen? Oder nur mit Gewalt? Fahren Sie mit diesem Testarossa, und Sie wissen es besser.

Was also braucht man, um einen „guten“ Testarossa zu haben? Dieses unausrottbare Gen, alle Dinge seines täglichen Lebens in nicht verbesserbarem Zustand zu benutzen und zu erhalten. Diese Leute nennt man Perfektionisten, und glücklicherweise kennen wir ein paar Wenige davon. Und eine zweite Person, die diesen Wunsch umsetzen kann. Im Idealfall treffen diese beiden Typen aufeinander, dann gibt´s wieder einen „guten“ Ferrari mehr.

Wir versichern Ihnen an dieser Stelle, daß dies der höchstwahrscheinlich beste 512 TR am Markt ist, sofern Sie ihn auch fahren wollen. Ebenso ist er sowohl optisch, wie auch im Interieur in hervorragendem Gesamtzustand. Viele seiner Artgenossen am Markt sehen nach einem Drittel der Laufleistung schon deutlich gestresster aus….und schließlich ist es einer der günstigsten Testarossa 512 TR überhaupt! Öffnen bitte die Augen beim Ferrari-Kauf und achten Sie unbedingt auf die Qualität dieser Fahrzeuge. Möglichst mit einem Fachmann, der Sie neutral berät, sofern Sie selbst nicht sicher genug sind. Spätestens nach einem Besuch bei uns haben Sie dann den Testarossa, den sich alle wünschen, aber nur die Wenigsten haben.

Mit 12 Trompeten-Empfehlungen!

Ihr DLS – Team

 

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