Fahrzeug Exposé

Ford Mustang Shelby GT500 Recreation

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Technische Spezifikationen


Hersteller/ Modell: Ford Shelby GT 500 Fastback
Laufleistung: 3000 km
Exterieur: schwarz/graphit
Interieur: schwarz/graphit Leder
Erstzulassung: Apr/1968
Leistung in PS/kW: 500 plus X PS
Fahrzeugaufbau: Sportwagen/ Coupé
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Ausstattungsmerkmale:


Klimaanlage, Lederausstattung, Leichtmetallfelgen, Servolenkung

Bevor wir an dieser Stelle Leistungsangaben machen, fahren wir den Wagen über einen Leistungsprüfstand. Der Motor strotzt nur so vor Kraft, darum gehen wir von weit über 500 PS aus.



Literatur:


Kaufpreis: 139.950 Euro



Historie:

Sind wir doch mal ehrlich.

Wir dachten genau das Gleiche, was Ihnen jetzt vielleicht durch den Kopf geht.

Hatten Sie jemals ausgiebig Kontakt zu einem von Carroll Shelby entwickelten GT500? Wenn ja, sind Sie einer der ganz wenigen Menschen auf diesem Planeten, die sich eine von Herzen schlechte Meinung über dieses PS-Monster der 60er Jahre leisten können. Und zwar mit Recht!

Diese inzwischen zweifellos kultigen, jedoch unbezahlbaren Shelby-Mustangs hatten bereits als Neuwagen außer sehr potenten Motoren und etwas besseren Bremsen, strafferem Fahrwerk und dergleichen vor allem mit einem Geburtsfehler zu kämpfen, der ausnahmslos alle Mustangs betraf, also auch und vor allem die Serien-Modelle: Ford hatte einen zweifellos großen Design-Wurf mit dem Mustang, der bei der Präsentation und Serienanlauf regelrechte Hysterien in USA auslöste! Amerikaner, die bis dahin gewohnt waren, Ihre Autos wie Hamburger am Drive-In zu kaufen und bestenfalls gleich mitzunehmen, mußten plötzlich monatelang auf Ihren Mustang warten! Einen optisch absolut gelungenen Sportwagen mit tollen Katalog-Werten zum Preis eines VW-Käfers kaufen zu können, war bisher nur zweimal in der Geschichte des Automobils gelungen – mit dem Ford T-Model, und schließlich mit dem Käfer selbst.

Nicht ohne Grund waren die erwähnten Modelle die weltweit meistverkauften Autos überhaupt! Und genauso passierte es mit dem Mustang, der im Laufe seiner inzwischen weit über 50-jährigen Geschichte der mit weitem Abstand meistgebaute „Sportwagen“ der Welt ist und wohl auch bleibt.

Was war der Trick?

Unter der Haut des Mustang arbeitete simpelste Technik, die sich für alles mögliche eignete, aber sicher nicht für einen „Sportwagen“. Nun wollen wir nicht zu sehr auf dem Mustang rumhacken, denn schließlich gab es durchaus Modelle aus dem Abendland und Reich der Automobil-Erfinder, die inzwischen stilistisch ohne Zweifel die Benchmark aller je gebauten Automobil-Ikonen wurden. Wer jedoch in den „zweifelhaften“ Genuß kommt, jemals z.B. einen 300 SL Flügeltürer zu fahren, wird verstehen, was wir meinen…

Dieser lange Vorspann ist nötig, werter Leser. Wir versuchen, Sie bereits hier an dieser Stelle beim Betrachten der Fotos und Lesen der Beschreibung soweit mitzunehmen, daß Sie am Ende der Lektüre zumindest erahnen können, um was für ein Fahrzeug es sich bei diesem Angebot handelt.

Zurück also zum Mustang der 60er Jahre mit seinem simplen Fahrwerk, unterdimensionierten Bremsen, indifferenter, gefühlloser Lenkung ohne Rückmeldung, seinen Sitzen ohne jeglichen Seitenhalt, seinem schwammigen Fahrwerk (das mehr von einer Kutsche, als von einem dem Stand der Technik stammenden Fahrzeug hatte). Genug geschimpft, sonst denken Sie vielleicht, wir wollen uns hier um Kopf und Kragen reden!

Jetzt stellen Sie sich vor, daß innerhalb der letzten 50 Jahre mehr und mehr Leute aus der Technik vom einfachen Mechaniker bis hin zum hochgebildeten Fahrzeug-Ingenieur diese Situation mit dem Mustang nicht als gottgegeben betrachteten, sondern es sich vielmehr zur Lebensaufgabe machten, Fahrzeugen wie z.B. dem Mustang möglichst alle neuralgischen Punkte zu nehmen, indem sie sich zu den einzelnen Schwachstellen einen Kopf machten.

Man kann sie „Tüftler“ nennen. Das trifft den Nagel aber nur sehr unvollkommen, vor allem nicht auf dem Kopf.

Denn was Sie hier in Form eines neu aufgebauten Ford Mustang in der Shelby-Variante GT500 sehen, hat ungefähr so viel – oder so wenig – mit dem Ursprungs-Auto zu tun, wie zum Beispiel eine Seifenkiste mit einem Renn-Kart.

Es gibt in der Tat nichts an diesem präsentierten Mustang, das dem damaligen Serien-Zustand eines GT500 entspricht. Bis auf die zweifellos wunderschöne Form und das Grund-Konzept Front-V8 Motor in einem Coupe. Die Beschreibung aller einzelnen und fahrdynamisch aufeinander feinabgestimmten Komponenten beginnt bei dem, was auf den ersten Blick sichtbar ist. Das Finish dieses Mustangs ist in jeglicher Hinsicht ganze Galaxien vom Ursprung entfernt. Die Lackqualität, die Spaltmaße und die Harmonie der Karosserie ist ohne Zweifel auf ein Niveau gebracht, das man sonst nur bei den ersten Adressen von Restaurationsbetrieben findet. Alles, was haptisch anfassbar und sichtbar freiliegt, zeugt beeindruckend von höchstem handwerklichem Können. Das wird dem Betrachter umso klarer, je mehr er historisch über diese Autos im Bilde ist. Bei diesen Mustangs konnte der Handwerker kein Glück in Form einer makellos passenden Karosserie haben, um sich den Aufbau leichter machen zu können – es gab sie einfach nicht, diese makellosen! Schon ab Werk kamen diese Autos gelinde gesagt fahrlässig zusammengebaut zum damals glücklichen Erstbesitzer.

Werte verschieben sich, und nichts ist mehr so, wie es zu sein schien. Die bis dato gefestigte Meinung, ein Mustang habe quasi unter allen Umständen ein qualitativ nicht ernstzunehmendes Automobil zu sein, bröckelt praktisch bei jedem neu entdeckten, liebevoll bearbeiteten Detail. Verantwortlich für diese frappierende Qualität zeichnet vor allem die Fa. Fink-Fahrzeugtechnik mit Sitz in Bremen, die alle maßgeblichen Gewerke in diesen Mustang bündelte und damit die Summe aller beschriebenen Eigenschaften erreichte. Freilich war hierzu auch ein Auftraggeber nötig, der die Zauberworte „Feuer frei!“ für freidenkende Meister ihres Fachs auch noch bei stramm 6-stelligen Summen laut genug ausspricht…wir haben jedenfalls bei rund €150.000.– mit dem addieren aufgehört und festigen unsere Erfahrung aufs Neue.

Qualität hat ihren Preis.

Das ist aber nur der Einstieg in ein Thema, das nun wirklich nicht mehr mit Worten vermittelbar ist. Spätestens, wenn der Betrachter sich an allen Details dieses Schmuckstücks sattsehen konnte und bereit ist, den Zündschlüssel zu drehen, kommt er ganz ohne unsere Hilfe in genau diese Ebene. Wie erklärt man nun einen extrem potenten 7-Liter-V8-Motor, der seiner ursprünglichen Bezeichnung in der Patentschrift Gottlieb Daimlers als „4-Takt-Explosions-Motor“ mehr als gerecht wird?

Wie findet man Worte für ein Tremec-5-Gang-Getriebe, das auch noch wegen des enormen Drehmoments geradeverzahnt ist? Jeder unbedarfte vermutet bei diesem Geräusch ein nahendes Ende des Antriebsstrangs, der Kenner jedoch weiß – hier kann der riesige V8 seine Urkraft loslassen, ohne nach dem ersten Gasstoß „Gehacktes“ in der Getriebebox oder Hinterachs-Körper zu hinterlassen. Das in allen Belangen justierbare Rennfahrwerk erlaubt dem Shelby endlich mal freien Lauf auf genau den Straßen, auf denen das Autofahren hin und wieder noch Spaß macht. Und schließlich tun die Bremsen ihr Übriges, diesen wirklich wilden Mustang auch zuverlässig wieder einzufangen.

Einerseits vereint sich hier die pure Unvernunft auf 4 Rädern in Form eines Mustangs. Andererseits erkennt der Betrachter unweigerlich den tiefen Sinn dieser Konsequenz.

Der Schlüssel zu diesem Mustang heißt „ohne Kompromisse!“.

Hier könnte man ungebremst weiterschreiben über servounterstützte Zahnstangenlenkung, über die clevere Vintage Klimaanlage/Heizung, und über zig weitere Details, die diesen Shelby zu etwas ganz Besonderem machen. Wir beenden jedoch an dieser Stelle mit dem Tüpfelchen auf dem i – der Mustang ist straßenzugelassen mit allen Eintragungen, und er hat eine H-Zulassung. Er wird mit neuer, aktueller HU und AU ausgeliefert, und entspricht im Zustand und seiner technischen Qualität ….“einem Neuwagen“ wäre gelogen, denn siehe oben. Diese wirklich bemerkenswerten Kraftwagen von Carroll Shelby/FORD waren als Neuwagen nicht annähernd so gut, wie dieser hier.

427 Empfehlungen vor allem an Leute, die sich so einen Kraftwagen auch zutrauen!

Ihr DLS – Team

Wir empfehlen hier eine kleine Klangprobe an dieser Stelle. 


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Quelle: DLS Automobile
Website: http://dls-automobile.de
Link: http://dls-automobile.de/ford-mustang-shelby-gt500-recreation/
Veröffentlichung: 04. Mai 2018
Kategorie: Referenzen

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