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Ford Mustang 289 // V8 // Cabriolet

Nachstehend einige Auszüge aus der vollständig vorliegenden Dokumentation der State-of-Art Restaurierung dieses ziemlich einmaligen „Stangs“ zeigen. Die Arbeiten fanden in den Jahren 2002 und 2003 statt. Seither ist dieses prachtvolle Cabrio rund 12.000 km unter besten Bedingungen gefahren, gewartet und aufbewahrt worden. Seine inzwischen wieder leichte Patina gibt ihm den unvergleichlichen Charme eines liebevoll und fachkundig benutzten Klassikers. Die damals per Gutachten notierte Qualität: eine glatte 1.

Inzwischen sind 14 Jahre vergangen, die seine Qualität nicht schmälerten, aber seine Benutzung verraten. Das heißt, ein aktuelles Gutachten wird wohl die Note 1,5 vergeben. Wir wollen es genau wissen, darum werden wir in Kürze ein aktuelles Wert-und Zustandsgutachten erstellen lassen, aber wir rechnen ganz klar mit mindestens Note 2 oder besser.

Die Besonderheiten dieses Mustangs finden sich vor allem im Antriebsstrang und in seiner Restaurierungs-Güte. Aufmerksame Betrachter mit Vorkenntnissen bemerken etwa die Aluminium-Zylinderköpfe der Firma Edelbrock mit der krönenden Ansaugspinne und 4-fach-Vergaser aus dem gleichen Haus. Da man nie genug Hubraum haben kann, wuchs dieser „etwas“… um in Verbindung mit dem 5-Gang-Getriebe eine äußerst großzügige Fahrweise zu garantieren, die dem Mustang mit seinem „American way of drive“ so steht, wie kaum einem anderen Vertreter der 60er-Jahre. Immer jedoch mit dem Punch in der Hinterhand, um dem gemütlichen Cruisen eine überraschende Wendung Richtung Sportwagen zu geben. Sie glauben´s nicht? Sie werden lachen – wir glaubten es auch nicht. Nach einer ausgiebigen Probefahrt jedoch werden Sie anderer Meinung sein.

So viel können wir schon verraten.

Doppelkolben-Bremszangen in Verbindung mit ordentlich dimensionierten Bremsscheiben, straffe Stoßdämpfer der Marke KONI, sauber geführte und gelagerte Achsenaufhängungen, Federn, Stabi usw. halten den Mustang selbst bei ungewöhnlich sportlicher Fahrweise zuverlässig effizient im Zaum, fangen ihn jederzeit wieder ein, wenn er ungestüm wird, und lassen ihn – absolut unüblich! – selbst bei gelassenen 170 km/h Reisegeschwindigkeit schnurgerade marschieren. Einhändig und mit moderaten 3000 U/min. Bei leicht angelegtem Gas. Im fünften „Überland-Gang“.

Darüber hinaus fällt dem Kenner sofort auf, dass dieser Mustang nichts, aber auch gar nichts mit den damals üblichen Spaltmaß-und Fertigungsqualitäten dieser Autos zu tun hat.

Sie waren unterirdisch – und sind es üblicherweise noch, wenn sich keiner drum kümmert. Da diese „Qualität“ an fast allen Mustangs vorzufinden ist, findet man sich als Betrachter irgendwann damit ab und glaubt, das müsse einfach so sein. Mustangs waren Sonderangebote im Vergleich zu Sportwagen der Premiummarken. Sie wurden millionenfach gebaut, kosteten in US ungefähr so viel wie ein Käfer und waren lausig verarbeitet. So kennt man sie und so lebt man als Fan dieser Fahrzeuge mit diesem Prädikat. Massenhaft gebaute, mit Großserien-Technik versehene Sportwagen mit tollen Formen, tollem V8-Klang, aber unterirdischen Fahreigenschaften und einer Verarbeitung, die man schmeichelnd mit „lieblos“ bestens beschreiben kann.

Nicht so bei unserem Mustang. Die Spaltmaße könnten vom Großmeister F. Piech persönlich abgenommen worden sein. Die Türen fallen wie von selbst satt in ihre Schlösser, ohne dabei zu scheppern. Hauben vorn und hinten ebenso, die Fenster laufen blitzsauber in ihren Führungen und schließen zum Dach hin satt ab, was sowohl Wasser, als auch Windgeräusche draußen hält, und schließlich alle Anbauteile und Chromzierrat: es passt einfach. Und zwar so gut, dass unweigerlich Fragezeichen zu den sonderbar positiven Erkenntnissen auftauchen. Wieso ist der so… anders? So positiv anders?

Die Fotos der Arbeiten verraten dem Betrachter vorab schließlich – hier saß ein Meister seines Fachs tagelang für die Anpassung der Spaltmaße an den Übergängen und trug solange Zinn auf, bis sie so waren, wie er sich das vorstellte. Perfekt eben. Das ist nur ein Beispiel von vielen, um Ihnen einen Eindruck zu verschaffen, was Sie als eventueller Interessent zu erwarten haben.

Und so zieht sich dieser angenehm empfundene Unterschied wie ein roter Faden durch unzählige Auffälligkeiten, mit denen sich dieser Mustang so wohltuend von üblichen „top-restaurierten“ Exemplaren abhebt. Wohlgemerkt – nicht nur ein wenig, sondern um Längen. Sie glauben es nicht? Wie gesagt – wir glaubten es auch nicht. Eine Fahrt damit, und Sie sind bekehrt.

Lassen Sie uns ein paar Tage, um seine Mücken und seinen Staub zu beseitigen, und freuen Sie sich auf aktuelle Fotos dieses begeisternden Parade-Beispiels von einem US-Car, das eben DOCH so fahren kann, wie wir uns das alle wünschen, um damit warm werden zu können. Nicht nur ein Eye-Catcher für die Eisdiele, oder für beschauliche Fahrten ins Grüne, bei denen man während der Fahrt Blumen pflücken kann… Sondern ein wunderschönes, gutliegendes, sauschnelles Mustang-Cabrio in Referenz-Zustand.

So einen hatten wir in der Tat noch nie. Daher sind wir allesamt erstmal froh, dass er hier ist, denn das Wetter spielt uns gerade sehr in die Karten… 😉

289 Daumen hoch und mit den besten Empfehlungen
DLS – Team

 

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