Fahrzeug Exposé

Mercedes-Benz 300 SEL 6.3l // silbergrau-metallic // die sanfte Gewalt

P1070006

Technische Spezifikationen


Hersteller/ Modell: Mercedes Benz 300 SEL 6.3l (W109)
Laufleistung: 12.360 (abgelesen) km
Exterieur: silbergrau-metallic
Interieur: Leder schwarz
Erstzulassung: Feb/1970
Leistung in PS/kW: 250 PS
Fahrzeugaufbau: Limousine
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Ausstattungsmerkmale:


Klimaanlage, Schiebedach

6.3 liter V8 Motor, Vmax 235 km/h, 0-100 km/h in 6.2 sec.



Literatur:


Kaufpreis: €75.000



Historie:

Einer von 6.526 produzierten 300 SEL 6.3l – einer von den 2.619 nach Deutschland erstausgelieferten.

Als Anbieter eines „6.3er“ oder eines „600ers“ spürt man zuweilen die Furcht und die Demut vor diesen Dinosauriern seitens der Betrachter und Interessenten gleichermaßen. Einmal im Gespräch hört man immer wieder die gleiche Leier von der Wartung/ Instandhaltung/ Pflege/ Reparatur, die einem anscheinend die Haare vom Kopf fressen soll. Und dennoch: In beiden Fällen spricht man auf der ganzen Welt ehrfurchtsvoll von den beiden Fahrzeugen als die Speerspitze des technisch Machbaren seiner Zeit und in beiden Fällen von keinem geringeren als dem Erfinder des Automobils, der sie schuf.

Diese stattfindende Anerkennung als eines der bedeutendsten Automobile der Nachkriegszeit und die zeitgleiche Furcht vor demselben ist ziemlich einmalig auf dem Klassiker-Markt.

Nun schlagen wir den Bogen zu jemandem, dem man in in einschlägigen Kreisen neben Kernkompetenz zum Thema „6.3er“ auch die nötige Geduld nachsagt, so ein Projekt konsequent durchzuziehen. Glücklicherweise handelt es sich in diesem Fall um einen alten Freund des Hauses, dessen Marotten hinlänglich bekannt sind, uns aber in diesem besonderen Fall sehr hilfreich zugute kamen.

Besagter Freund nämlich kaufte sich einen „6.3er“. Und zwar in genau der Kombination, wie er sich den Wagen wünschte – silbermetallic, Leder schwarz, nicht aus USA oder sonst woher, sondern eine deutsche Erstauslieferung stand im Lastenheft. Oftmals werden bei der Suche nach dem Wunsch-Fahrzeug Kompromisse eingegangen in Sachen Farbe, Lederinterieur usw… Nicht so bei unserem Freund.

Fünf Jahre später stehen wir vor einem „6.3er“, der alle Bedenken hinsichtlich Folgearbeiten in unbekannter Höhe restlos zerstreut, wenn man mit ihm ein paar Kilometer gefahren UND ihn ca. 3 Wochen zur Ansicht haben kann, um den Wagen zu beobachten. Es gibt wenige Autos, die ein Beobachten empfehlenswert erscheinen lassen, müssen Sie wissen… Aber glauben Sie uns bitte auch, dass der „6.3er“ unbedingt dazugehört oder gar die ganze Flotte aller zu beobachtenden Fahrzeuge anführt.

Er ist die Galionsfigur der 70er Jahre, er ist State-of-Art und das Maß aller Dinge gleichzeitig, während er nebenher mehrere Jahre hintereinander durch die wohlgekannte Zeitschrift „Auto, Motor & Sport“ zum „Automobil des Jahres“ gekürt wird. Sein Fahrkomfort, seine Souveränität beim Spiel mit den Muskeln, seine vorbehaltlose Alltagstauglichkeit und seine objektiv gemessenen Fahrwerte und Eckdaten machten den „6.3er“ aus verschiedenen Gründen zum A-Predator, zur ersten Sportlimousine der Welt lange vor M5 und dergleichen, zum König der Autobahn, ach was, ALLER Straßen!, und zur Not auch zum Ampelkönig der Stadt… Der gleichzeitig produzierte Porsche 2.4 S, ein ebenfalls anerkannt schneller Sportwagen, konnte eventuell mithalten, wenn sein Fahrer zu den maximal 5 von 100 mit dem entsprechenden Talent gehörte, dies auch umzusetzen.

Im 6.3er dagegen muss der Fahrer nur das rechte Pedal niederdrücken und sitzt ab dem Moment auf dem besten Platz, um dem Treiben da draußen zuzuschauen… Die Lässigkeit, mit der ein voll-funktionstüchtiger 6.3 solche Parade-Disziplinen absolviert, ist auch heute noch ein Schauspiel besonderer Art und kann getrost zu den wenigen Schlüsselerlebnissen und Highlights jedes ersthaften Automobilisten gezählt werden. So unspektakulär und selbstverständlich es für den Fahrer geschieht, so furios ist das Staccato für den Zaungast von außen.

Der 6.3er ist eine Macht, werter Leser. Weiter oben lasen Sie nicht ohne Grund „ein voll funktionstüchtiger 6.3“. Ist er es nicht, können sich der Besitzer und die Werkstätten seines Vertrauens die Zähne an ihm ausbeißen, wobei meist die Ausgabe erwähnenswerter Summen einhergeht… Ein 6.3er muss jedoch zwingend so funktionieren, wie ihn seine Väter bei Mercedes-Benz schufen, sonst macht er nicht im Ansatz den Spaß, den er im Stande ist zu machen, wenn er in Ordnung ist.

Genau das war der Plan unseres Freundes. So kommen wir auf den Anfang der Geschichte zu diesem angebotenen Fahrzeug, das nach fünf unermüdlichen Jahren voller Geduld und Know-How vom unbedingten Willen seines Besitzers geprägt war, dieses Automobil am Ende dieser Reise so dastehen zu lassen, wie Sie ihn heute sehen. Mehr noch! So funktionierend, als wäre er gestern vom Band gelaufen. Nicht restauriert, ganz ungeschminkt und mit der unbezahlbaren Patina eines äußerst gepflegten, deutschen Oberklasse-Reisewagens versehen, die den Betrachter vor Ehrfurcht erstarren lässt.

Wir haben ihn gefahren und beobachtet und können Ihnen versichern, dass der 6.3er auch nach Wochen noch genau das Niveau an ALLEN vier Enden hat, das er beim Abstellen hatte. Die Hydropneumatik könnte im Neuwagen nicht besser funktionieren. Kein „Lispeln“ im Standgas bei kaltem Motor, weil praktisch jeder Mechaniker die Flügel streckt, wenn mal eine Krümmerdichtung ihren Dienst versagt hat und der Wagen an einem oder mehreren Zylindern „lispelt“ (Insider wissen um diese Problematik… Diese Arbeit ist beim 6.3er hohe Mechaniker-Kunst), kein Bremsnicken durch unkorrekt eingestellte Hydropneumatik oder Bremsanlage, bei 230 km/h zum Gebäck oder zur Tabakware greifen… All das geht in diesem Kraftwagen.

Hierzu waren eben fünf Jahre lang Tugenden gefragt, die man immer seltener trifft. Neben Geld ist das vor allem Geduld und eigenes, tiefes Wissen um die Thematik, denn sonst wird man unweigerlich von Werkstatt zu Werkstatt gereicht, an jeder Station monetär erleichtert, um früher oder später mit dem nicht ordentlich erledigten Auftrag zu resignieren und die Dinge so zu nehmen, wie sie eben sind. Nicht nötig bei unserem angebotenen „6.3er“. Das steht in der Anzeige, das steht stolz am Auto, und dann sollte das auch drin sein. Ohne wenn und aber.

Falls Sie auf der Suche nach einem voll funktionsfähigen und für Jahrzehnte voraus präparierten MB 300 SEL 6.3 sein sollten, kommen Sie bitte gerne auf uns zu. Wir können Ihnen helfen.

Mit 6,3 besten Empfehlungen
Ihr DLS-Team.


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Quelle: DLS Automobile
Website: http://dls-automobile.de
Link: http://dls-automobile.de/mercedes-benz-300-sel-6-3l-silbergrau-metallic-die-sanfte-gewalt/
Veröffentlichung: 27. Januar 2019
Kategorie: Showroom

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