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Porsche 911 3.0 RSR // IROC-Replik // viperngrün

Die Idee von Roger Penske – einem der einflussreichsten (und erfolgreichsten) Teambesitzer des US-Motorsports -, dem International Race of Champions, auch als IROC bekannt, wurde als Off-Season-Wettbewerb konzipiert, um die weltbesten Rennfahrer zusammenzubringen.

In der ersten Saison, die im Winter 1973/74 stattfand, trafen sich Rennfahrer aus der Formel 1, IndyCar, NASCAR und Can-Am auf dem Riverside Raceway und in Daytona zu vier Veranstaltungen und einem Preisgeld von 175.000 USD.

Alle 12 Fahrer saßen am Steuer maßgeschneiderter Porsche 911 Carrera RSR. Die von Weissach speziell für die Fernsehrennserie gebauten 15 Autos wurden in einer Vielzahl von fernsehfreundlichen, grellen Farben von Hellgelb bis Säureblau lackiert. Einzigartig an dieser Serie war, daß die Fahrer bei jedem Rennen ein anderes Fahrzeug aus dem Pool der zur Verfügung stehenden RSR zugeteilt bekamen und dadurch die Fahrzeuge insgesamt von keinem Fahrer-Team, sondern vom Veranstalter betreut und gewartet wurden.

Wie bereits erwähnt, sind die IROC RSRs wirklich einzigartige Kreationen. Die 15 Fahrzeuge, ein Hybrid aus 2,8- und 3,0-Liter-RSR, wurden Ende 1973 mit RSR-Stoßfängern der G-Serie und dem damals neuen 3,0-Liter-911/74-Flat-Six gebaut. Die Fahrzeuge verließen das Werk jedoch mit dem legendären Enten-Bürzel und wurden erst anschließend individuell modifiziert.
Nach dem Ende der ersten IROC-Serie verkaufte Penske die 15 Autos 1974 an private Rennfahrer und verschiedene Teams.

Der hier vorgestellte IROC-RSR wurde ursprünglich als einfacher 1975er 911 2.7 S geboren, bis er ca. 2007 einem lieben, uns wohlgekannten Menschen in die Finger kam, der ganz andere Pläne damit hatte. Das einst brave Grundmodell des 911 kam zur renommierten Porsche-Schmiede Patutschnik und wurde zunächst bis auf die Rohkarosse zerlegt, entlackt, und anschließend Schraube für Schraube und cm für cm möglichst leicht neu aufgebaut, um schließlich mit durchgeschweißten Karosserienähten, vielfältig eingesetzten Knotenblechen und eingeschweißtem Überrollkäfig zu einem ernstzunehmenden Rennsport-Wagen umgerüstet. Hierzu ist freilich über die möglichst leichte, wie steife Karosserie weit mehr nötig – so zum Beispiel ein erstarktes 915-Getriebe mit 60%-Sperre, der Motor mit ca. 40 % mehr Hubraum und rund 100 % mehr Leistung als sein Serien-Pendant, die Bremsanlage des 930 Turbo (oder 917, wie Sie wollen) und schließlich das drastisch veränderte H&R Gewindefahrwerk mit Doppelfeder-Beinen statt der damals schon angegrauten Drehstab-Federn.

So bietet dieses straßenzugelassene (alle Veränderungen sind TÜV-konform eingetragen inkl. H-Zulassung!) Rennsport-Fahrzeug ein traumhaftes Gewicht-Leistungsverhältnis von deutlich unter 1000 kg zu deutlich über 300 PS und vor allem reichlich Hubraum mit 3600 ccm. Wer schon mal einen leichten 911 fuhr, braucht keine Einweisung oder Erklärung. Wer diese Mischung jedoch noch nicht kennt, sollte sich mit dem Thema Autofahren und der damit verbundenen Physik aufs Neue vertraut machen!
Nicht nur die Brems- und Einlenkpunkte verändern sich bei solchen Fahrzeugen drastisch. Auch die Zeit auf den kurzen Geraden zwischen Kurven jeglicher Art scheint im Zeitraffer zu verfliegen. Scheinbar wohlbekannte „Hausstrecken“ müssen selbst von talentierten Piloten neu erFAHREN werden, erst recht, wenn sie Steigungen beinhalten. Das geringe Gewicht des Wagens läßt mit etwas Übung Bremspunkte zu, von denen man in heutigen Fahrzeugen nicht zu träumen gewagt hätte. Hierbei helfen montierte Semislicks mit Straßenzulassung ebenso zuverlässig, wie die für dieses Fzg. und Gewicht gewaltige Bremse mit allen nötigen Reserven. Der üppige Hubraum mit entsprechender Leistung-Charakteristik erlaubt eine gewissermaßen schaltfaule Fahrweise, weil quasi aus jeder Lebenslage und Drehzahl heraus Leistung zur Verfügung steht. Und schließlich sind wir beim Stichwort „Leistung“, die für diese Fahrzeug-Gattung mehr als üppig zur Verfügung steht und fast immer der Pilot derjenige ist, der sich die gewünschte Geschwindigkeit aussuchen kann, mit der es vorzugsweise bergauf geht.

Also meistens mehr, als nötig. Von allem.

Bis auf das Viperngrün. Daran können wir uns leider nicht sattsehen, werter Leser. Man kann diesen Kraftwagen nicht ignorieren, wenn man an ihm vorbeigeht. Das passiert in unserem Fall und in unserer Halle zum Teil zig-fach täglich. Und genauso oft fällt der Blick auf den „Rennfrosch“ im Gegensatz zu vielen, weiteren, durchaus sehenswerten Fahrzeugen hauptsächlich des Hauses Porsche. Vielleicht legt sich das etwas im Laufe der Zeit, aber im Moment ist genau dieses Fahrzeug der Augenmagnet schlechthin.

Mit gutem Grund, wie wir meinen. Sollten Sie sich so einem Vorhaben zum Neuaufbau und Umbau eines alten Porsche nähern wollen, machen Sie sich auf gute 3 Jahre Wartezeit, große 6-stellige Summen und die Einnahme von reichlich Nervennahrung gefasst.

Mit der Marktentwicklung alter Porsche nahmen nicht die Fahrzeuge selbst, sondern auch ihre benötigten Ersatzteile eine rasante Bergfahrt an. Die Stundensätze hochdotierter, anerkannt bewährter Porsche-Spezialisten ging einen ähnlichen Weg, und schließlich das „Rohmaterial“ ein verbrauchter, alter 911, ist inzwischen auch um ein Vielfaches teurer, als noch vor 10 oder mehr Jahren. Man kann das Rad der Zeit nicht anhalten, werter Leser.

Sollten Sie sich also so einen präparierten Porsche schon immer gewünscht haben, und sollte er möglichst legal auch über öffentliche Straßen fahren dürfen, und sollte er schließlich auch noch mit fast schon „schussfester“, grundsolider Technik aufgebaut worden sein, so daß Sie wirklich nur minimalen Wartungsaufwand, aber maximalen Fahrspaß abrufen wollen, dann sind Sie bei diesem Fahrzeug höchstwahrscheinlich am Ende Ihrer Suche angekommen.

Für konkrete Interessenten haben wir sehr gerne und fast jederzeit ein offenes Ohr und können Ihnen den Wagen ausführlich zeigen und beschreiben. Wir kennen ihn schon lange und wissen, wo er herkommt und wie gut er behandelt wurde.

Sollte er Sie überzeugen, können Sie ihn quasi gleich mitnehmen. Und Sie wissen, was Sie bekommen. Dieser Vorteil ist eigentlich unbezahlbar im Vergleich zu einem eigenen Projekt. Und doch – sie werden überrascht sein, wie preiswert selbst heute noch ein Porsche wie dieser sein kann.

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