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Mercedes Benz 300D „Adenauer“ Cabriolet mit Referenz-Charakter.

Der „300er“ Adenauer ist nicht das schönste Fahrzeug von Mercedes. Ungleich berühmter wurde der spektakuläre Mercedes 600 der Baureihe W 100. Neben dem 600er wirkt der 300er grob und üppig. Aber auch einzigartig, denn er bewahrt den Geist der Adenauer-Ära – vor allem als Cabrio. Im 300er  zeigt sich die aufstrebende und allmählich selbstbewusstere Bundesrepublik. „Wir sind wieder wer“ will er einem sagen. Noch nicht ganz perfekt, aber schon wieder da. Der Zweite Weltkrieg war noch in direkter Erinnerung, als Anfang der 50er Jahre die Entscheidung für den Mercedes 300 gefällt wurde.

Von dem Adenauer Cabriolet D wurden gerade einmal 455 Stück gebaut. Wie viele es noch gibt, wissen wir nicht genau. Viele sind es aber sicher nicht.

Die enge technische Verwandtschaft mit dem weitaus atemberaubenderen Flügeltürer Mercedes 300 SL sieht niemand dem zwei Tonnen schweren Luxusmodell an. Damals reichten 115 PS und rund 200 Nm maximales Drehmoment für stilvolles Vorankommen. Wer heute in dem Mobil Platz nimmt, reist in die automobile Vergangenheit.

Immerhin ist eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h möglich. Der Sprint von Null auf Hundert benötigt epische 18 Sekunden. Aber Leistungsdaten prägen nicht den Charakter des 300er. Ruhiges Gleiten auf der Landstraße ist das Metier des Benz – auch angesichts seiner allzu weichen Lenkung. Am besten man drappiert das mächtige Stoffdach in aller Ruhe nach hinten und genießt den Himmel.

Dann säuselt der Motor kaum vernehmbar im Hintergrund, während das Luxusmodell scheinbar ohne jegliche Anstrengung Fahrt aufnimmt. Man neigt zu glauben, es legt ab. Die Fahrt in einem der wohl repräsentativsten Nachkriegs-Fahrzeuge ist ein einmaliges Erlebnis, obwohl es nichts mit dynamischer Fortbewegung zu tun hat.

Lässt man sich auf den Rhythmus des Wagens ein, bewegt man sich mit ihm wie bei einem Walzer. Der beste Platz ist jedoch nicht der Arbeitsplatz des Chauffeurs, früher reiste die Herrschaft hinten. Im opulenten Fond sitzt es sich schon aufgrund des 3,15 Meter langen Radstandes noch lässiger als vorn. Ende der 1950er Jahre kostete dieser Cabriotraum 37.000 D-Mark.

Wir stellen Ihnen ein extrem gut erhaltenes Exemplar dieser Baureihe vor, das Ende der 80er Jahre vom „Richtigen“ Zweitbesitzer erworben wurde, und nach Beseitigung seiner Spuren der ersten 35 Jahre nunmehr weitere gute 30 Jahre Zeit hatte, unter allerbesten Bedingungen in Würde zu einem nahezu 70 Jahre alten Mercedes Benz zu reifen, den man höchstwahrscheinlich so kein zweites Mal trifft.

Die Kombination von damals gewählten feinsten Materialien, den besten der besten Mechaniker und Monteure im Werk Untertürkheim, der Manufaktur-Charakter des Baus und der Montage dieser Baureihe ohne jeglichen Zeitdruck, und schließlich der Stolz des Automobil-Herstellers Mercedes Benz und seiner Mitarbeiter sind heute – fast 70 Jahre nach seiner Erstzulassung – am gesamten Fahrzeug in hunderten von Details zu finden. Diese Maxime sieht man wirklich an jedem einzelnen Bauteil, beseelt von einen Anspruch – sowohl Mercedes Benz, als auch seine Mitarbeiter wollten das Beste. Nur diesen Leitspruch folgend waren die Erfinder des Automobils schließlich die Besten.

Und zwar die Besten der Welt. Darunter wollte es vom Konstrukteur bis runter in die Gießerei keiner machen in Untertürkheim. „I schaff beim Daimler!“ war damals keine knappe Antwort oder Info, sondern ein Statement. Mit stolz geschwellter Brust und voller Überzeugung, zu den Besten zu gehören. Nicht selten finden sich heute noch Ur-Urenkel in der 3,4,5ten Generation dort, wo alles begann – beim „Daimler“.

Getrieben von diesem Perfektionismus entstanden automobile Kunstwerke in Untertürkheim, der Wiege des Automobils, denen nur längst vergangene Marken wie Horch, Maybach oder Bugatti auf Augenhöhe begegnen konnten. Der Rest der Welt baute mehr oder weniger gute Autos, ja, aber in Summe waren es die Leute von Mercedes, die Perfektion in Großserie bauten. Autos zum Vererben. Und schließlich für einen winzig kleinen Teil der Kundschaft das Beste vom Besten – wozu sehr sicher ein 300er Adenauer Cabriolet gehört.

Der „normale“ Oldtimer-Liebhaber/Besitzer findet diese extrem opulenten Modelle heute vielleicht „oversized“, weil kaum eine normale Garage allein schon für das Aufbewahren eines solchen Automobils reicht. Oft ist es freilich auch eine Frage des Preises, völlig klar…eventuell ist es sogar so, daß nach 70 Jahren nur noch die älteren Semester so ein prachtvolles Fahrzeug schätzen und auch einschätzen können. Darum sind solche Automobile vielmehr in Museen und wirklich ernsthaften Sammlungen, als am öffentlichen Straßenverkehr zu sehen.

Wer jedoch ein Faible für wahre Größe, historische Bedeutung, gebaute Stückzahl und eine Schwäche für das handwerklich und technisch Machbare dieser überaus wichtigen Automobil-Epoche hat, kann im Grunde nicht an einem dieser wenigen, letzten Monumente vorbei. Es gibt schlichtweg keine Alternativen dazu.

Die Preise dieser wenigen, angebotenen Fahrzeuge sind heute auf einem Niveau, das sich rationell nicht erklären lässt. Alles, was Automobile dieser Art ausmacht, vereint der 300er Adenauer als Cabriolet in sich und sollte damit in weit höheren Preislagen zu finden sein. Dem ist – noch – glücklicherweise nicht so. Im Gegenteil! Wir sind daher fest davon überzeugt, daß sich wahre Kenner besser heute als morgen so ein Exemplar wie unser angebotenes sichern sollten. Selbst, wenn es nicht nächstes Jahr das Doppelte wert sein wird…über kurz oder lang wird das der Fall sein, und mit etwas berechtigtem Optimismus sogar weit mehr, denn 455 gebaute Exemplare weltweit bedeutet heute mit etwas Glück die Hälfte, die davon noch existiert. Daraus sind höchstwahrscheinlich zwei Drittel in fester Hand von denen, die dies begriffen haben.

Das heißt, wir schätzen heute noch 50-70 verfügbare Fahrzeuge weltweit am Markt.

Aus dieser überschaubaren Anzahl einen der besten zu sichern, ist somit nicht der schlechteste Plan…

Mit den besten Empfehlungen

Ihr DLS – Team

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